Bouldern

Bouldern ist die Reduktion des Kletterns auf seine Essenz:

Dynamik, Technik, Kraft. Kein Seil, kein Gurt, keine Sicherungstechnik. Bewegung pur. Bouldern ist spielerisch.

Spricht der Kletterer von einer „Route“, redet der Boulderer gerne von einem „Problem“. In einer vorgegebenen Abfolge von Griffen und Tritten gilt es die einfachste und effektivste Lösung zu finden, und wie bei jedem guten Rätsel findet sich die beste Lösung am leichtesten gemeinsam

Der Begriff Bouldern leitet sich vom englischen Substantiv „Boulder“, also Felsblock bzw. Findling ab. In der freien Natur sind dies die beliebtesten natürlichen Formationen, an denen dieser Sport betrieben wird. Die technische Definition ist: seilfreies Klettern in Absprunghöhe. Was draußen noch Absprunghöhe ist, kann sehr subjektiv sein.

Auf dem Boulderplaneten sind die Wände bis zu 4,5m hoch. Unten liegt eine 30cm dicke Weichbodenmatte mit einem speziellen Aufbau, der für beste Dämpfungseigenschaften bei gleichzeitig guter Begehbarkeit sorgt.

Gebouldert wird auf dem Boulderplaneten in fünf verschiedene Schwierigkeitsstufen von 1 = leicht bis 5 = sehr schwer. Die einzelnen Boulder sind mit entsprechenden farbigen und nummerierten Schildern gekennzeichnet. Die Farben der Griffe und Tritte sind unabhängig von der Schwierigkeit. Vom Anfänger bis zum Crack findet hier jeder seine passende Herausforderung.

Im Gegensatz zum Seilklettern kann man beim Bouldern auch Alleine oder zu dritt trainieren, da man keinen Sicherungspartner braucht, aber das gemeinsame Tüfteln an einer Lösung macht einfach am meisten Spaß, und da jede Begehung vergleichsweise kurz dauert, ist ständig für Abwechslung und Gesprächsstoff gesorgt. Gleichzeitig herrschen so beste Bedingungen für ein intensives und motivierendes Training.

Am Ende zählt der Spaß an der Bewegung, die Freude an guter Gesellschaft und damit der Respekt vor der Leistung Anderer. Am Ende steht die Erkenntnis: „Ich schaff das, und ich kann sogar noch mehr!“
(Georg Lenz, Dynochrom, Frankfurt a.M.)